Managed Services

Der Begriff Managed Services hat sich in der häufigen Zeit etabliert. Generell versteht man unter einem Managed Service eine klar umschriebene IT-Leistung, die der Endkunde erhält. Häufig taucht der Begriff aber auch im Kontext einer generellen modularen Beschreibung von IT-Services auf. So bestehen Outsourcing-Ausschreibungen häufig aus der Kombination und Beschreibung vieler einzelner IT-Services. Das Schaubild gibt einen umfassenden Überblick über viele, einzelne Managed Services, die in der Kombination ein Gesamtoutsourcing darstellen.

Der Vorteil dieser sehr granularen Darstellung ist, dass der Kunde dadurch sehr gut für sich evaluieren kann, welchen Managed Service er noch selbst erbringt. Häufig verbleibt zum Beispiel der Anwendungsbetrieb beim Kunden, da er hier über das höchste Fachwissen verfügt und ein Know-how Aufbau beim IT-Dienstleister sehr schwierig wäre.

IT-Dienste in Form von Utilities

Dahinter steckt die Idee, IT-Betriebsdienste – ähnlich wie Strom und Wasser – als Utilities bereitzustellen. Dies gelingt, wenn die Leistungen standardisiert – mit klar definierten Schnittstellen zum Anwender – in einem One-to-many-Modell, also über eine gemeinsame Plattform als Shared Service und im Idealfall auch per Fernzugriff erbracht werden. Folglich tauchen Managed Services besonders häufig in Bereichen auf, in denen die Standardisierung bereits fortgeschritten ist – etwa im Telekommunikations- und Netzwerkumfeld sowie bei einfachen IT-Infrastrukturkomponenten wie Desktops, Datenbanken oder Basisanwendungen. Bei individuell zu betreuenden Applikationen und Komponenten, die einen wesentlichen Einfluss auf die Geschäftsprozesse des Anwenders haben, sind Managed Services dagegen keine Alternative zum herkömmlichen Outsourcing.

Die konkrete Ausprägung von Managed Services unterscheidet sich je nach Fokus der Anbieter und den Spezifika der jeweiligen IT-Segmente. Die Spielarten reichen von der Bereitstellung einzelner Hard- und Softwarefunktionen – etwa Server-Leistungen, Speicherplatz oder Security – bis hin zum “Shared” Hosting von Infrastrukturkomponenten und Anwendungen, beispielsweise um den SAP-Basisbetrieb sicherzustellen. Hierfür verwenden die Anbieter wiederum eigene Buzzwords – etwa On Demand, Utility, Shared oder Dynamic Services. Allen gemeinsam ist jedoch das Versprechen, Serviceangebote durch die standardisierte Bereitstellung skalierbar zu machen und damit vergleichsweise preisgünstig anbieten zu können. Indem verschiedene Anwender über eine gemeinsame Plattform bedient werden, können die Anbieter die Ressourcen flexibel zuweisen und die Dienste nach Bedarf erbringen und abrechnen. Standardisierte Schnittstellen verringern die Abhängigkeit der Kunden von ihren Providern.

Outsourcing kontra Managed Services
Herkömmliches Outsourcing Managed Services
umfassend/breit definiert shared/standardisiert
Übergang von Personal und Assets kein Übergang von Personal und Assets
dedizierte Betreuung selektiv/klar zugeschnitten
Infrastruktur/Personal vor Ort Auf IP-Basis remote erbracht
Leistungen und Abrechnung fix flexible Bereitstellung